Entlassfeier am Bildungszentrum

Schulentlassung – Abschluss und Neubeginn eines Lebensabschnitts für 129 junge Menschen, die im Rahmen einer beeindruckenden Feier ihre Zeugnisse erhielten. Zahlreiche Personen des öffentlichen Lebens unterstrichen als Ehrengäste in der Ritter-von-Buß -Halle die Bedeutung dieses Tages für die Entlassschüler.

 Mut machen für die Zukunft, dies war das wichtigste Anliegen der Redner an diesem Abend, so auch Bürgermeister Hans-Martin Moll, der auf die veränderten Lebens- und Arbeitsbedingungen durch den rasanten technischen Fortschritt in den letzten Jahren hinwies und die Risiken, aber auch Chancen in einer globalisierten Welt ansprach. Die Jugend müsse bereit sein dazuzulernen, sich immer wieder neue Ziele zu setzen. Moll war überzeugt, dass die Schule ihnen dazu das nötige Rüstzeug mitgegeben habe, denn „nie waren Schüler besser ausgebildet als heute.“ Allerdings seien Politik und Gesellschaft gefordert, die positiven Seiten unseres Wirtschaftssystems herauszustellen. „Wir müssen verhindern, dass Frust entsteht, dass bei Jugendlichen der Eindruck erweckt wird, ihr Wissen und Können werde nicht gebraucht“. Wie die Stadt Zell jährlich sieben Ausbildungsplätze bereit stelle, so sollten auch die Betriebe den jungen Menschen eine Chance geben, appellierte der Bürgermeister an die Verantwortlichen. Mit den Worten: „Ihr seid herzlich willkommen, die Gesellschaft braucht euch“, wandte er sich an die Schulabgänger und forderte sie dazu auf, die Werte der freiheitlichen Ordnung mitzutragen, sich für das Gemeinwohl zu engagieren.

Auch Elternbeiratsvorsitzender Wolfram John wies auf die schwierigen Startbedingungen ins Berufsleben hin, hob aber die guten schulischen Leistungen hervor, die das Selbstbewusstsein stärken sollten, diese Schwierigkeiten zu überwinden. Sein Dank galt dem Schulträger, der Schulleitung und dem Lehrerkollegium für ihre Verantwortung und ihren Einsatz zum Wohle der Schüler.

„Was ist Zukunft?“ Diese Frage stellte Rektor Hans Spathelf in den Mittelpunkt seiner Gedanken und die Antwort lautete je nach geschichtlicher Epoche oder herrschendem Zeitgeist jeweils anders. Sein Wunsch an die Entlassschüler war, dass sie eine bessere Vorstellung von ihrer Zukunft haben mögen. Für Sparkassendirektor Matthias Wangler war die Antwort auf die Frage klar, denn spontan sagte er: „Unsere Zukunft ist die Jugend“, und unterstrich damit die Bedeutung der heranwachsenden Generation für alle Bereiche der Gesellschaft. Einen praktischen Tipp hatte Helene Auer, Vorsitzende des Fördervereins, für die Schulabgänger bereit, die vor einem Start ins Berufsleben stehen: „Beginnt die Ausbildung, auch wenn es nicht euer Traumberuf ist“, riet die erfahrene Geschäftsfrau, die dabei auch die sich rasch wandelnden Anforderungen in der Arbeitswelt ansprach, die nur durch ein fortwährendes Lernen bewältigt werden können.

Mit Tänzen, Szenen und Lieder aus dem Musical „Mamma Mia“ begeisterten die Schülerinnen und Schüler der 9.Real- und 7.Hauptschulklassen das Publikum. Während in den Ansprachen des Abends viel von Zukunft die Rede war,  sorgten Schlaghosen und Plateauschuhe und dazu die schönsten Songs der Popgruppe ABBA für einen nostalgischen Blick in die Vergangenheit.

 Musical "Mama Mia"

Preisverleihung

Entlasschüler 2005

 

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