Schulleben

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Um 10 Uhr werden die Eltern zusammen mit ihren Kindern in der Ritter-von-Buß-Halle begrüßt, bevor es für die jungen Besucher durch die Räume der Schule geht. Im Laufe dieses Rundganges schnuppern die Kinder mit den Mitmachangeboten beispielsweise aus den Bereichen Technik, Alltagskultur, Ernährung und Soziales oder auch Chemie in die neuen Fächer. Das eine oder andere Erinnerungsstück an den Besuch wird dabei unter Anleitung des Kollegiums und älteren Schülerinnen und Schülern selbst hergestellt. Parallel werden die Eltern durch Rektorin Anne-Catrin Medel und Konrektorin Verena Roschach mit den Schularten Werkrealschule und Realschule und den Besonderheiten des Bildungszentrums in Zell vertraut gemacht. Nach dieser Kompaktinformation können auch die Eltern bei einer Führung einen Blick in die verschiedenen Fachräume, Klassenzimmer und die neue Schulküche werfen. Verschiedene Punkte der vorangegangenen Präsentation wie Smartboard, Inselzimmer oder digitalem Vertretungsplan können »in Aktion« erlebt und selbst ausprobiert werden. Eltern und Kinder treffen sich gegen 12.30 Uhr in der Mensa wieder. Hier stehen Schulleitung und Kollegium für Fragen zur Verfügung. In dieser Zeit können bei der Klasse W7 Getränke und eine Kleinigkeit zum Essen gekauft werden.  Anmeldungen für die fünften Klassen der Werkrealschule und Realschule werden am 13. und 14. März angenommen. Um längere Wartezeiten zu vermeiden, wird um vorherige Terminvereinbarung persönlich beim Tag der offenen Tür oder telefonisch ab dem 25. Februar mit dem Sekretariat gebeten (07835/ 540 39 50). Autor: Dietmar Ruh, Offenburger Tageblatt

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Ein »Ohhhhhh!« geht durch das Bildungszentrum Ritter-von-Buß in Zell am Harmersbach, wenn »Mika« mit Frauchen Anne-Catrin durch die Gänge zum nächsten Schulhund-Einsatz läuft. Wenn er dann mit seinem schimmernden Fell das Klassenzimmer betritt, dann beginnen Kinderaugen zu leuchten. Kurzum: »Mika« gelingt, wovon jeder Lehrer in seiner Berufslaufbahn träumt. Doch auch die Lehrer sind begeistert. So trainieren die Fünftklässler der Werkrealschule von Frau Litterst auf einmal äußerst brav und motiviert das Einmaleins, wenn ihr tierischer Freund dabei ist. »Am Anfang sorgt »Mika« immer ein wenig für Aufregung«, gibt die Rektorin zu. Alleine darf der Hund deshalb auch in keine Klasse. »Wir sind ein gutes Team«, sagt sie mit liebevollem Blick auf ihren Hund. Gemeinsam haben sie die Ausbildung zum geprüften Schulhund abgelegt. »Dabei habe ich aber vielleicht mehr gelernt, als der Hund«, erklärt Medel. Denn schließlich gehe es nicht darum, dass der Hund im Klassenzimmer in einer Ecke liegt. Er soll aktiv eingebunden werden. Was bedeutet die Körpersprache des Tieres? Wie kann man Kind und Hund aneinander gewöhnen? Welche fachspezifischen Aufgaben kann man mit einem Hund erarbeiten? Fragen, auf die Medel nun eine Antwort hat – und diese täglich in die Praxis umsetzt. »Mittlerweile kommen die Schüler zu mir und fragen, ob »Mika« auch mal in ihre Klasse kommen darf. Das geht aber natürlich nur, wenn der Lehrer und alle Eltern einverstanden sind«, erklärt sie. Schließlich gebe es auch Hundehaar-Allergien und Ängste. Letztere lasse »Mika« aber meist im Handumdrehen verschwinden. Denn mit seinen großen Augen, dem treuen Blick und seiner Gutmütigkeit ist er ein Herzensbrecher. »Er macht glücklich« Das zeigt er auch im Interview, wenn er sich auf einmal auf den Boden legt und gestreichelt werden will. »Doch nicht jeder Hund ist als Schulhund geeignet. Das kommt auf den Charakter des Tiers an«, sagt die Rektorin. Sie habe aber schon bei der Zucht darauf hingewiesen, welche Pläne sie mit dem Tier hat. Und davon hat Anne-Catrin Medel einige. Denn »Mika« ist der Allrounder unter den Schulhunden. Gebe es den Mitarbeiter des Monats, das Bildungszentrum müsste wohl nicht lange überlegen. »Mika« beruhigt aufgewühlte Kinder, er schlichtet Streit, er macht glücklich. Dabei versprüht er Leichtigkeit und biegt auch gerne mal zu einem Leckerli ab. Die Kommunikation mit dem Hund findet auf einer sehr emotionalen Ebene statt. »Als Mensch will man die Liebe des Hundes. Wenn »Mika« auftaucht, hören selbst Raufbolde auf, sich zu streiten. Sie beobachtet immer wieder, dass sich Kinder im Umgang mit dem Tier zum Positiven verändern und aufblühen. Doch was, wenn es mit »Mika« mal nicht so klappt? »Dann reden wir darüber. Der Hund spiegelt am Ende nur die Gefühle des Menschen. Ist ein Kind unruhig, hält er sich fern«, erklärt sie. Somit kann »Mika« auch helfen, verhaltens­auffällige Schüler zur Selbstreflexion zu bewegen. Demut der Schüler In der fünften Klasse der Werkrealschule sieht man auch die Demut der Schüler vor dem Tier. Denn nicht jeder weiß, wie der Hund reagiert und interagiert. Im Stuhlkreis werden Fragen gestellt. Wer richtig liegt, darf »Mika« sein Leckerli verstecken, das er dann suchen und wiederbringen muss. Da gehorcht dann nicht nur »Mika« den Anweisungen von Frau Medel. »Der Schulhund ist ein voller Erfolg. Ich freue mich sehr über den Zuspruch und die Freude der Kinder. Lernen kann Spaß machen und das zeigt »Mika« uns jeden Tag«, bilanziert sie.  Autorin: Anja Heckmann, Offenburger Tageblatt

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Am vergangenen Freitag herrschte in der 4. Stunde große Aufregung: Ohne große Vorwarnung stand statt Deutsch plötzlich Biologie auf dem Stundenplan. Zunächst ahnten die Realschüler der achten Klasse nichts, ging die Stunde doch nicht besonders aufregend los: Ein Puzzle zum Erraten des Themas Auge und anschließend das Abfragen der äußeren sichtbaren Bestandteile. Was scheinbar langweilig anfing, endete mit zunächst angewiderten und ungläubigen Gesichtern: Hatte die Lehrerin jetzt gerade wirklich von echten Schweineaugen gesprochen?! Es folgte eine ausführliche Besprechung der Vorgehensweise beim Sezieren eines Schweineauges, das im Aufbau und der Funktion sehr dem menschlichen Auge ähnelt. Den Schülern wurde (vielleicht auch zum ersten Mal) bewusst, dass hinter der Salami auf dem Pausenbrot ein echtes Lebewesen steckt, welches am Donnerstagmorgen noch gelebt hat...Anschließend durften sich die Schüler entscheiden, ob sie beim Sezieren aktiv mitmachen und es ausprobieren, nur zuschauen oder in einem Nebenraum Aufgaben und Rätsel zum Thema bearbeiten und nicht beim Sezieren dabei sind. Trotz anfänglicher Berührungsängste gingen fast alle Schüler mit großer Neugier an die Sache ran und stießen schon bald auf das erste Hindernis: Das vorsichtige Durchschneiden der weißen Lederhaut, welche das Auge schützt und ihm seine Form gibt. Als der Augapfel durchtrennt war, gab es eine große Überraschung: Das Innere des Augapfels war schwarz! Die Schüler fanden schnell heraus, dass es sich hierbei um die Pigmentschicht handelt, die das Auge mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt. Auch das Heraustrennen der Linse war gar nicht mal so einfach. Mit großer Begeisterung beobachteten die Schüler die Vergrößerung der Buchstaben der Zeitung, nachdem sie die Linse dort aufgelegt hatten. Obwohl viele Schüler anfangs große Berührungsängste hatten, war die Begeisterung nach dieser Biologiestunde groß. Yvonne fand es letztendlich gar nicht mal so eklig, da aus dem Auge nicht-wie anfangs vermutet-Blut austrat und Julius fragte am Ende der Sektion begeistert, wann die nächste Sektion anstehe. Lobenswert war auch der respektvolle und angemessene Umgang mit dem Sinnesorgan von einem Lebewesen und vielleicht war das eine der Schulstunden, von denen man noch später als Erwachsener erzählen kann. Autorin: Alina Mockenhaupt

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Selbst im Zeitalter der elektronischen Medien hat das „Spiel der Könige“ nichts von seiner Anziehungskraft verloren. So nehmen auch Schüler des Bildungszentrums Ritter von Buß seit September des vergangenen Jahres an einer Schach-AG teil, die vom Zeller Schachclub „Schwarz-Weiss“ betreut wird. Damit wird die seit drei Jahren bestehende erfolgreiche Kooperation im Rahmen des Ganztagesangebots der Schule fortgesetzt. Zwölf Teilnehmer aus den Klassen 4 bis 7 machen sich am Mittwochnachmittag zwei Stunden lang mit Grundkenntnissen des Schachspiels vertraut. Auf dem Spielbrett und mit Arbeitsblättern trainieren die Übungsleiter Thomas Groh, Wolfgang Niederberger und Thomas Gißler das altersgemäße Einfühlungsvermögen ihrer jungen Schützlinge. In den Übungen zur Taktik erfahren die Schüler eine gezielte Hinführung zum systematischen Denken. Dass man danach mit einem Partner auf ähnlichem Niveau die Spielzüge erproben kann, gefällt Max-Jörn aus der R6b besonders gut. Die beiden Schach-AGs in den Jahren zuvor haben den Schülern Spaß gemacht, erklärt Peter Baumann, der im Zeller Verein auch als Jugendleiter fungiert. Zum Abschluss wurde ein Turnier veranstaltet, bei dem auch Preise gewonnen werden konnten. Natürlich hoffe man, dass Teilnehmer der Schulschach-Gruppe als Nachwuchsspieler im Schachclub „Schwarz-Weiss“ aktiv werden. Sieben Schüler aus der letztjährigen AG nehmen derzeit am wöchentlichen Jugendtraining im Verein teil. Das findet jeden Mittwoch um 18 Uhr im Klosterbräustüble statt. Autor: Hansjörg Wörner, Schwarzwälder Post

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Im Rahmen der Bildungspartnerschaft mit der Firma Karl Knauer A.G. kamen im vergangenen Schuljahr Azubis der Firma in den BK-Unterricht um die Schülerinnen und Schüler in einer Doppelstunden über die Themen Funktion von Verpackungen, Material, Packmittel, Layout und Design zu informieren. Dabei konnten sich die 8 Klässler auch in praktischen Aufgabenstellungen mit der Thematik beschäftigen. Im Gegenzug stand zum Ende des Schuljahres eine Betriebsbesichtigung bei der Firma in Biberach an. Vor Ort konnten sich die Schülerinnen und Schüler auch über die dortigen Ausbildungsberufe informieren. Als praktische Aufgabe wurde dann von jeder Schülerin und jedem Schüler im Kunstunterricht ein weißer unbedruckter Rohling einer Falschschachtelbox der Firma Knauer mit einem eigenständigen Design gestaltet. Die Tatsache, dass die besten 3 Ergebnisse mit einem Preis der Firma Karl Knauer KG belohnt werden sollten, motivierte die Schülerinnen und Schüler zusätzlich. Beteut wurde das Projekt von den BK-Lehren Frau Backeberg und Herr Schober. Diese Aufgabe zog sich bis ins neue Schuljahr hin und wurde schließlich von der Kreativabteilung der Firma prämiert.   Am letzten Schultag vor den Weihnachtsferien besuchte Frau Weiß, von der Firma Karl Knauer KG dann die beiden jetzigen 9. Klassen im Rahmen ihrer Weihnachtsfeiern zur Preisübergabe   Über einen Kinogutschein freuen konnten sich:   Klasse R9a:          1. Preis                Marina Lehmann                  30,- € 2. Preis                Lana Sauerbrei                    10,-€  3. Preis                Dana Egersdorff                  10,- € Klasse R9B: 1. Preis                Nazife Ergül                          30,-€ 2. Preis                Aliah Meyermann                 10,-€ 3. Preis                Nelinee Schäfer                    10,-€ Autor: Christian Schober

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Mit Gesang und Musik, freundlichen Worten, guten Wünschen und inspirierenden Gedanken wurde Anne-Catrin Medel offiziell als neue Rektorin des Bildungszentrums Ritter von Buß in ihrem Amt willkommen geheißen. Seit dem 1. August hat sie in Zell a. H. ihre neue Wirkungsstätte gefunden. Am Freitag wurde sie nun offiziell in ihr Amt eingeführt. »Anne-Catrin Medel ist am Bildungszentrum Ritter von Buß gelandet«, begrüßte Bürgermeister Günter Pfundstein die neue Rektorin. Er blickte in seiner Ansprache auf die berufliche Laufbahn von Anne-Catrin Medel, die nicht nur im Schuldienst sondern auch acht Jahre lang bei der Lufthansa als Flugbegleiterin tätig gewesen ist. Sie sei in Zell nicht einfach »vom Himmel gefallen«, sondern habe mit ihrer Bewerbung überzeugt. Ihr erklärtes Ziel sei es, die Zeller Schule ganz nach oben zu bringen – auf Platz 1 in Baden-Württemberg. Bürgermeister Pfundstein wünschte Anne-Catrin Medel, dass sie als neuer »Flugkapitän« das Bildungszentrum gut und sicher ans Ziel steuert. Er zeigte sich bewusst, dass ihr die neue Aufgabe sicherlich eine Menge abverlangen werde. Gut sei, dass sie auch einen ordentlichen Schuss Humor mit ins Amt bringe, denn in ihrer Freizeit ist die neue Rektorin aktives Mitglied in der Narrenzunft Gengenbach. Verantwortungsbewusst, überzeugend und zielstrebig Seitens des Staatlichen Schulamts Offenburg war Schulrätin Sabine Held-Erhardt zur Feierstunde nach Zell gekommen. Sie machte die Dimension der Aufgabe deutlich. Die neue Schulleiterin habe drei Schularten unter einem Dach zu verantworten mit rund 650 Schülerinnen und Schülern sowie 62 Lehrkräften. Anne-Catrin Medel sei gefordert, den konstruktiven Diskurs zu fördern, gemeinsame Ziele zu definieren und den Schulalltag zu managen. Mit dem Blick auf ihre bisherige Laufbahn zeigte sich die Schulrätin überzeugt: »Sie schaffen das.« An ihren Wirkungsstätten in Kehl und in Lahr habe Anne-Catrin Medel verantwortungsbewusst, überzeugend und zielstrebig ihre Aufgaben erfüllt. Mit ihrer Tätigkeit bei der Lufthansa habe sie unterstrichen, dass sie die Fähigkeit zum Perspektivwechsle habe. Schulrätin Held-Erhardt wünschte der neuen Zeller Rektorin, dass sie stets das Kind im Blick habe. Die neue Aufgabe brauche Optimismus und Kraft, gaben Felix Antes und Annette Ungureanu vom örtlichen Personalrat Anne-Catrin Medel mit auf den weiteren beruflichen Weg und wünschten ihr »Kraft, Klugheit und gute Nerven«. Vorsitzender Bernd Antes vom Förderverein des Bildungszentrums Ritter von Buß bot Rektorin Medel die Zusammenarbeit an, wenn es um die Realisierung zusätzlicher Aufgaben gehe. Auch die Schulleiterinnen der Nachbarschulen und ihre Vertreterinnen waren gekommen, um Anne-Catrin Medel offiziell zu begrüßen. Als einziger Mann in der Runde stellte Schulleiter Horst Koller vom SBBZ Zell humorvoll fest, dass es im Tal nun bald eine Männerquote für das Schulleiteramt brauche. »Starten sie voll durch, wir unterstützen sie dabei«, versprach Horst Koller. Er wünschte, dass sie bei ihrer Arbeit die Kinder unterstützt und nicht nur die Fächer sehe. Schulleiterin Alexandra Maginot aus Biberach begrüßte ihre Zeller Kollegin freudig und hob hervor, dass auch sie mit Mika einen Schulhund mit an ihre neue Wirkungsstätte mitgebracht habe. Die Lehrerinnen Katharina Faißt und Kathrin Bolten überreichten namens des Kollegiums ein Gutscheinheft, damit Anne-Catrin Medel als »Nigschmeckdi« die Gegend kennenlernt: »Zell, Hombe, Bibere, Nodre, Entersbach und de Harmersbach.« Die Freizeit-, Wander- und Einkehrtipps sollen dabei helfen. Ein langer Traum ist in Erfüllung gegangen Rektorin Anne-Catrin Medel bedankte sich in ihrer Ansprache für die freundlichen Worte, die guten Wünsche und die inspirierenden Gedanken zu ihrer Amtseinführung. Die Übernahme einer Schulleitung sei für sie schon lange ein Traum gewesen. »Nun ist dieser Wunsch in Erfüllung gegangen.« Anne-Catrin Medel bestätigte, dass sie dank einem guten Team und einem offenen Kollegium gut in ihr neues Amt gestartet sei. Ihr »Feuerwerk durchdachter Ideen« von der Neustrukturierung der Schule über den Ausbau der Bildungspartnerschaften bis hin zur Digitalisierung für das Rektorenamt gab sie im Schnelldurchlauf preis, um am Ende augenzwinkernd festzustellen: »Wer noch Fragen hat, kann gerne auf mich zukommen.« Vielmehr nutzte sie ihre Redezeit um und den Menschen zu danken, die sie auf ihrem bisherigen Weg begleitet und in ihren Plänen bestärkt und motiviert haben. Allen voran dankte sie ihren Eltern Herbert und Christa Indruch, die an der Feierstunde teilnahmen. Ihr Ehemann und ihr Sohn waren am Freitag verhindert. Sie dankte den beiden Konrektoren Verena Roschach und Wolfgang Müller-Scharer für die Übernahme vieler Aufgaben. Das Funktionieren einer Schule hänge nicht nur von der Rektorin alleine ab, sondern sei ein Verdienst des gesamten Lehrerkollegiums und aller Bildungspartner, zeigte sich Anne-Catrin Medel überzeugt. Die Feierstunde in der Mensa des Bildungszentrums wurde vom Schülerchor unter der Leitung von Lehrerin Dorothea Kuhnt eröffnet und von einem »Flexiblen Ensemble« der Lehrer Rainer Lietzmann, Annette Backeberg, Melanie Herp, Marlene Kühnhanss und Dorothea Kuhnt beschlossen. Zahlreiche Vertreter des öffentlichen Lebens waren gekommen, um Rektorin Anne-Catrin Medel viel Erfolg an ihrer neuen Wirkungsstätte zu wünschen. Autor: Hanspeter Schwendemann, Schwarzwälder Post

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Wer abends jetzt durchs Zeller Städtle geht, bleibt unwillkürlich stehen. In den Schaufenstern im Erdgeschoss der ehemaligen Zeller Sparkasse am Stadteingang leuchten ihnen Bilder und andere Kunstwerke in bunten Farben entgegen. Sie wurden von Zeller Grundschülern in den letzten Wochen geschaffen mit viel Liebe und Vorfreude auf Weih­nachten. Im Eingangsbereich gibt es sogar eine richtige Kunstausstellung. Es sind beeindruckende Werke der Kinder der Förderschule als weiterer Beitrag zur Verschönerung der Innenstadt. Katharina Künzel, Tochter des Eigentümers der Immobilie, Peter Scheid, bekam die Idee zu diesem Weihnachtsschmuck, als sie abends an dem Gebäude vorbeifuhr und sie die dunklen Schaufenster anstarrten. Ihr Vater und auch die Kinder und Lehrer waren von der Idee sofort begeistert. Am Freitagmittag gab es zur Einweihung einen kleinen Festakt. Konrektor Wolfgang Scharer und die Klassenlehrerin Frau Kühnhanss waren mit den Zweitklässlern gekommen, um die Fenster zu bestaunen. Katharina Künzel, selbst Lehrerin, lobte die Kinder »Ihr seid alle richtige Künstler, die Bilder sind wunderschön und alle haben daran ihre Freude.« Peter Scheid ergänzte: »Diese tolle Aktion von euch allen hat eine Belohnung ver­bindet. Für die sieben Klassenkassen gibt es je 50 Euro als kleines Weih­nachtsgeschenk.« Konrektor Wolfgang Scharer dankte im Namen der Schule und der Eltern. Noch ein Winken der strahlenden Kinder und dann gings wieder zurück in die Schule. Rechtsanwalt Peter Scheid, der sich sichtlich über die Kinder und die Bilder freute, verriet, dass er wegen der künftigen Nutzung des Erd­geschossraumes mit einem Interessenten, der gut ins Städtle passen würde, in aussichtsreichen Verhandlungen stehe. Allerdings werde es sicher nächstes Jahr werden, bis eine neue gewerbliche Nutzung erfolgt. Autor: Hans-Peter Wagner, Schwarzwälder Post

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Ein wenig Anspannung herrschte schon, als die Mädchen aus den 6. Klassen der Werkreal- und Realschule ihre Zuhörer mit auf die Reise durch die Abenteuer in ihren Büchern nahmen. Und allein die Stimme der jungen Vorleserinnen war in der Bibliothek zu vernehmen. Genau so muss Vorlesen sein und die Zuhörer wollen wissen: Wie geht die Geschichte weiter? Wie sie im Jugendbuch „Das Blaubeerhaus“ weitergeht, wird Fiona Flechsig aus der W6 bei der nächsten Vorleserunde auf Kreisebene erzählen. Denn die Schülerin wurde mit knappem Punktevorsprung zur „Lesekönigin 2018“ im Bildungszentrum Ritter von Buß gekürt. Anlass war der alljährlich vom Börsenverein des deutschen Buchhandels für alle Schulen der Bundesrepublik veranstaltete Vorlesewettbewerb. Für das am Nikolaustag ausgetragene Finale in der Schülerbücherei hatten sich auch die Klassensiegerinnen Sarah Hogenmüller (R6a) und Jasmin Braun (R6b) qualifiziert. Während Sarah einen spannenden Auszug aus Vanessa Walders „Das wilde Määh“ vorlas - ein Buch über einen kleinen Wolf als Außenseiter -, führte Jasmins Vortrag in das Nobelinternat „Cornwall College“, wo die Protagonistin mit der Frage konfrontiert wird: Wem kann Cara noch trauen? In Fionas Auswahllektüre, die eine gelungene Mischung aus Abenteuer und zeitgeschichtlichen Elementen bietet, kommen die Kinder Leo und Imke dem Geheimnis eines alten Hauses auf die Spur. Fiona gelang es dabei, die besondere Atmosphäre des Textes ansprechend zu gestalten. Beim zweiten Durchgang mussten die drei Kandidatinnen jeweils eine Stelle aus dem Jugendbuch „Mit Jeans in die Steinzeit“ von Wolfgang Kuhn vortragen. Bewertet wurden die Lesetechnik der Schülerinnen sowie die angemessene Betonung. Auch dabei lagen die Leistungen der drei Mädchen eng beieinander, so dass die Jury der Deutschlehrerinnen und Gastjurorin Petra Kühnpast sowie Büchereileiter Hansjörg Wörner die Qual der Wahl hatten. Schließlich waren es die feinen Nuancen im Vortrag, die Fiona zur „Lesekönigin“ machten. Alle Teilnehmerinnen an der Endrunde erhielten einen Buchgutschein und einen Taschenkalender. Gezielte Leseförderung „Wie die Welt von morgen aussehen wird, hängt in großem Maß von der Einbildungskraft jener ab, die gerade jetzt lesen lernen“, hat die berühmte Schriftstellerin Astrid Lindgren einmal gesagt. Bestimmt würde die Schöpferin von Pippi Langstrumpf und Ronja Räubertochter diesen Satz bestätigen – gerade im Zeitalter der Digitalisierung. Deshalb wird im Bildungszentrum gezielt auf eine so genannte Biographie des Lesens hingearbeitet: vom Leseanfänger über den fortgeschrittenen Leser zum Leseexperten. Das Vorlesen und das gemeinsame Lesen tragen dazu ebenso bei wie die regelmäßige Nutzung des Buchangebots in der Schülerbibliothek. Das steht nicht nur für die individuelle Ausleihe bereit, sondern auch für die Unterrichtsarbeit in allen Klassenstufen. Bis hin zur Projektprüfung in Klasse W9 oder der Kompetenzprüfung in Klasse R10. Autor: Hansjörg Wörner, Schwarzwälder Post

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Rund 130.000 Euro hat die Stadt in das neue Schmuckstück investiert, das die alte Küche ersetzt. Mehr als 50 Jahre hatte die bereits auf dem Buckel, unzählige Schülergenerationen hatten in ihr das Braten und Backen gelernt. Der Unterrichtsraum wurde nun nicht nur mit neuen Geräten ausgestattet, sondern grundlegend umgestaltet. Das angrenzende Hausmeisterzimmer ist umgezogen und eine Tür geschlossen worden. So bietet sich rund um den Theoriebereich nun eine großzügigere Raumsituation als zuvor. Auch die Trennwand ist weg, die früher Küche und Sitzplätze voneinander trennte. Modernste Technik mit Struktur Vier Kochzeilen sind im Küchenbereich entstanden. Immer zwei teilen sich eine Arbeitsfläche, die somit insgesamt breiter zu benutzen ist. Die Steckdosen befinden sich an den Stirnseiten. Technisch ist die Küche auf den neuestem Stand. Seit September wird auf breiten Induktionsfeldern gekocht. »Wir müssen uns erst noch daran gewöhnen«, sagte Fachschaftsleiterin AES (Alltagskultur, Ernährung und Soziales) Anna-Maria Buss und meint damit vor allem den Arbeitsablauf, der bei Induktionskochfeldern doch oft etwas anders zu organisieren ist, als bei normalen Herdplatten. Auch die überraschend geräuscharmen Abluft-Dunstabzugshauben sind brandneu. »Eine sehr gute Investition« waren sich alle einig, denn wer in der alten Küche gekocht hatte, trug die »Speisekarte« danach in seiner Kleidung mit sich herum. Außerdem finden sich eine Mikrowelle und ein Dampfgarer, den sicherlich noch nicht so viele Kinder von zu Hause kennen. Damit kein Kochgeschirr durcheinander kommt, sind die einzelnen Zeilen farblich codiert. In der roten Zeile ist alles rot, in der grünen Zeile alles grün und so weiter. Das Farbkonzept überzeugt vor allem Martin Teufel: »Mir gefällt die Struktur in der Küche. Das hilft auch den Kindern, Struktur zu halten.« Sanierung im Untergrund Die Küchensanierung wurde außerdem genutzt, um die Wasserleitungen zu erneuern. »Warmes Wasser kam hier zuletzt aus Boilern«, erklärte der ehemalige Rektor Martin Teufel. Die Warmwasserleitungen seien korridiert gewesen, so dass diese Behelfslösung vor der Sanierung notwendig war. All das ist nun Vergangenheit. Die sichtbare und unsichtbare Technik ist auf neuestem Stand. Waschmaschine und Trockner gibt es in einem Nebenraum der Schulküche auch. Sie sind auf niedrige Podeste gestellt, nicht nur, weil so das Beladen mit der Wäsche einfacher ist. In den Schubladen darunter finden die Wäschekörbe ihren Platz und sind ordentlich verstaut. Viele Menschen haben sich gekümmert »Es macht definitiv mehr Spaß in dieser Küche zu kochen«, konstatiert auch Ve­rena Roschach und lobt die intensive Vorarbeit, die Rektor a. D. Teufel und die Fachschaft geleistet hatten. Anne-Catrin Medel, die den Vorher-Zustand im Wesentlichen aus Erzählungen kennt, gibt das Lob für die gelungene Sanierung an die zahlreichen Menschen weiter, die sich an den verschiedensten Stellen eingebracht haben. Sie bedankt sich stellvertretend beim Stadtrat, der zugestimmt hat, beim Stadtbaumeister, der die bürokratischen Hürden des Umbaus überwunden und bei Bernhard Harter vom Bauhof, der die Arbeiten koordiniert hat. Kein Pflichtfach Dass in keiner Klassenstufe das Kochen verpflichtend ist, verwunderte insbesondere die anwesenden Gemeinderäte. Genutzt wird die Küche von den Klassen 7 bis 10, die sich im Wahlunterricht mit der Zubereitung von Speisen beschäftigen, außerdem im freien Angebot am Nachmittag. Zudem kommt das SBBZ mit zwei Gruppen. Dort ist das Kochen im Regelunterricht verankert. »Die Küche ist täglich belegt«, freut sich Fachschaftsleiterin Anna-Maria Buss. Die Sanierung der Schulküche wurde im Wesentlichen mit ortsansässigen Firmen realisiert. Ebenfalls ortsansässige Handwerker haben sich um die Sanierung der Sanitäranlagen im Altbau gekümmert. Nahezu zeitgleich zur Küche wurden nämlich die Toiletten im Obergeschoss in Schuss gebracht. Die im Erdgeschoss wurden bereits im letzten Jahr in Angriff genommen. Insgesamt rund 150.000 Euro investierte die Stadt als Schulträger in die Sanitärbereiche, die – wie die Küche – dringenden Sanierungsbedarf aufwiesen. Autorin: Susanne Vollrath, Schwarzwälder Post

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Der Einsatz der SMV am Bildungszentrum Ritter von Buß hat sich gelohnt. Zwei robuste, im Boden verankerte Metallkonstruktionen wurden zu Beginn des neuen Schuljahres auf dem Pausenhof installiert: bestens geeignet als Tore für Ballspiele. Der Förderverein des Bildungszentrums hat durch die großzügige Spende von 1400 Euro die Anschaffung möglich gemacht. Schulleiterin Anne-Catrin Medel bedankte sich bei den Vorstandsmitgliedern Hans Martin Moll und Doris Rabung, die in Vertretung des erkrankten Vorsitzenden Bernd Antes zusammen mit Schülern der SMV die Metalltore auf dem Schulhof anschauten. „Es war eine kostspielige Anschaffung“, sagte Hans-Martin Moll. Er freue sich, dass die Finanzierung nach längerem Anlauf geklappt habe. Es sei auf jeden Fall richtig gewesen, sich an den Förderverein zu wenden. Die Stadt als Schulträger könne nicht alles bezahlen. Moll lobte die Schülerinnen und Schüler für ihre Ideen, die dafür sorgen, das Schulleben interessant und vielseitig zu machen. Doris Rabung betonte, dass der Förderverein sich in den vergangenen Jahren an vielen Projekten und Veranstaltungen finanziell beteiligt hat. Dafür braucht es Geld und Sponsoren. „Macht Werbung bei euren Eltern, damit sie dem Förderverein beitreten“, appellierte Frau Rabung an die Mädchen und Jungen der SMV. Dann ließen sich auch zukünftig Schülerwünsche berücksichtigen und Anschaffungen finanzieren. Konrektor Wolfgang Scharer dankte den Schülern und SMV-Lehrerin Sabine Ben Aissa für ihr Engagement. Ihre Teilhabe am Schulleben sei vorbildlich und habe – trotz längerer Wartezeit – zum Erfolg geführt. „Bringt weiterhin eure Ideen ein“, forderte der Konrektor die Mädchen und Jungen auf. Dass es sich lohne, habe die jüngste Aktion gezeigt. Gerne und häufig werden die neuen Tore auf dem Schulhof genutzt, vor allem natürlich für Fußballspiele. Das bestätigten SMV-Schüler auf Nachfrage. Autor: Hansjörg Wörner, Schwarzwälder Post

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Keine Angst vor zu viel Freizeit zeigt Martin Teufel. Mit Alice Coopers teuflisch guter Hymne »School’s Out« verabschiedete sich der Rektor des Bildungszentrums »Ritter von Buß« am Mittwoch offiziell in den Ruhestand. Der beginnt am 1. August. Gelöst und voller Freude auf das, was kommt, genossen Evi und Martin Teufel (Mitte) die Verabschiedungsfeier. Am 1. August beginnt die »Nachschulzeit« des Pädagogen. Mit Übergabe und Unterzeichnung der Ruhestandsurkunde durch Schulamtsdirektorin Gabriele Weinrich war der Ruhestand von  Martin Teufel besiegelte Sache. Horst Koller (SBBZ Lernen, rechts) sprach für die Kollegen der Talschulen, die ebenfalls gekommen waren (von links nach rechts: Swenja Gäthje, Karin Alst, Alexandra Maginot, Petra Großmann). Mehr als 100 Personen waren zur Verabschiedung gekommen. Darunter waren (von links nach rechts) Ewald Glatz (Elternbeiratsvorsitzender), Horst Koller (SBBZ Lernen), Günter Pfundstein (Bürgermeister), Johanna Schaeffer (Personalrat), Evi und Martin Teufel, Gabriele Weinrich (Schulamtsdirektorin). Der Lehrerchor war kreativ und hatte »Paint it Black« von den Rolling Stones umgedichtet. Er erntete mit dem neuen Text so manchen Lacher. »Wir wünschen Ihnen ab nächsten Mittwoch schöne und gaaanz lange Ferien.« Mit diesen Worten verabschiedeten sich die Grundschulkinder. Sie hatten einen Tanz für ihren Rektor vorbereitet. Nach 43 Jahren im Schuldienst geht der Rektor des Bildungszentrums »Ritter von Buss« in den wohlverdienten Ruhestand. Zu seiner offiziellen Verabschiedung waren zahlreiche Kollegen, Weggefährten, Mitglieder der politischen Gemeinde, Vertreter örtlicher Unternehmen und andere zu einem großen »Klassentreffen« im Kulturzentrum »Obere Fabrik« zusammengekommen. Lehrer aus Berufung »Als 66-jähriger Schulleiter bin ich heute genauso aufgeregt wie als 6-jähriger Penäler«, stellte Martin Teufel selbst fest, bevor es für ihn darum ging, ein kleines Fazit seiner beruflichen Laufbahn zu ziehen. Aus dem Verlegenheitsstudium »Lehramt« habe sich eine echte Berufung entwickelt, sagte er. Sein Ziel als Rektor sei es immer gewesen zu gestalten, Lern- und Lehrvoraussetzungen zu verbessern. Er bedankte sich bei den Menschen aus dem privaten und beruflichen Umfeld, die ihm auf seinem Weg auch bei den Schicksalschlägen begleitet haben und weiter begleiten. Vor dem viel beschworenen Ruhestandloch hat er keine Angst. Er freut sich darauf, endlich Herr seiner Zeit zu sein und seine Enkeltöchter aufwachsen zu sehen. Außerdem gibt es da ja noch das Mandat im Stadtrat und im Kreistag und das schwarze Käfer-Cabrio, das bei schönem Wetter jetzt schon häufig für eine Ausfahrt mit seiner Frau Evi herhalten muss. Lokalpolitisch ist Martin Teufel bei der Grünen Liste zu Hause. Zuvor hatten zahlreiche Wegbegleiter auf sein Lehrerleben zurückgeblickt. Schulamtsdirektorin Gabriele Weinrich charakterisierte Teufel als Teamplayer, der stets viel Wert auf Qualität gelegt hatte und andere von seinen Ideen zu überzeugen wusste. Dass ihm das Zusammenspiel aller Beteiligten immer sehr wichtig gewesen war, stellte sie genauso heraus, wie sein Bestreben, dass sich die Schülerinnen und Schüler wohl und wertgeschätzt fühlen. Martin Teufel erkundete die gesamte Bildungslandschaft und hat – so stellte Weinrich fest, alle Schularten selbst erlebt: Er besuchte die Volksschule in Gengenbach, dann die Realschule in Offenburg und wechselte von dort ans Wirtschaftsgymnasium. In seinem Studium vertiefte er sein Interesse für die Fächer Mathematik und Physik. Die Zulassungsarbeit schrieb er zum Thema »Sozialerziehung in der Grundschule«. Eine Thematik, die ihn in seinem Lehrerleben begleitete. Die Schulamtsdirektorin hatte die Personalakte gut studiert und konnte deshalb überraschende Details preisgeben, wie etwa den Umstand, dass Teufel, katholisch getauft, als junger Lehrer in einem evangelischen Pfarrhaus wohnte. 1988 wurde Martin Teufel an die Brandenkopfschule nach Oberharmersbach versetzt. Eine weitere berufliche Station führte in an die Ziegelwaldschule nach Gengenbach, wo er von 2008 bis 2012 zum Schulleiter bestellt war. Nach einer kurzen Zwischenstation an der Werkreal- und Realschule in Gengenbach trat er im August 2014 als Rektor im Ritter-von-Buß-Bildungszentrum in seiner Heimatstadt Zell den Dienst an. Dort habe er, da waren sich alle Redner einig, in kurzer Zeit große Spuren hinterlassen. Der neue Bildungsplan musste umgesetzt werden, der Lebensraum »Schule« neu gestaltet. Die Mensa wurde gebaut, Selbstlernbereiche eingerichtet, die Ganztagesbetreuung ausgeweitet und die Schulküche renoviert, so dass die Schülerinnen und Schüler im Bildungszentrum nun tatsächlich Gerichte »aus Teufels Küche« servieren können. Auch die Vernetzung und die Installation von interaktiven Tafeln fallen in die Amtszeit von Rektor Martin Teufel. Mehr als fünf Millionen Euro wurden seit 2015 in das Bildungszentrum investiert. »Danke für Ihr Engagement und die vertrauensvolle Zusammenarbeit«, schloss Schulamtsdirektorin Gabriele Weinrich, bevor sie als letzten Amtsakt die Entlassurkunde übergab. Mit festen Werten Bürgermeister Günter Pfundstein, als Stadtoberhaupt Vertreter des Schulträgers, betonte die Verdienste Teufels um den Erhalt der Werkrealschule. Mit festen Überzeugungen und Wertvorstellungen habe sich Teufel für den Erhalt der Werkrealschule eingesetzt – ein Schritt, der sich als richtig herausgestellt habe, was deutlich steigende Schülerzahlen zeigten. »Mit ihnen geht ein Stück der alten Lehrergeneration«, bedauerte Pfundstein. Teufel hätte mehr als Wissen vermittelt, er habe die Schüler auf das Leben vorbereitet. Pfundstein hatte zudem den Taschenrechner bemüht und konnte insgesamt mehr als 60 Jahre addieren, die Teufel in der Schule gewesen ist. Der Bürgermeister freute sich, dass der Bald-Pensionär in verschiedenen Gremien und Organisationen weiterhin aktiv bleiben will. Als Geschenk hatte er ein Weinpräsent und – für die viele neue Freizeit – eine Dauerkarte fürs Zeller Schwimmbad mitgebracht. »Bitte tauchen Sie nicht zu lange ab. Sie werden noch gebraucht«, schloss er seine Rede, nicht ohne auch die Grüße der anderen Talbürgermeister, des Gemeinderats und aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadt Zell überbracht zu haben. Seitens des Personalrats richtete Johanna Schaeffer Abschiedsworte an Martin Teufel. Erst dreieinhalb Jahre sei es her, dass sie alles Gute zum neuen Amt gewünscht habe. Sie hob insbesondere die Leistung hervor, den Bau der Mensa neben dem Schulbetrieb zu managen und den Gemeinderat von notwendigen Investitionen in die Schule zu überzeugen. Horst Koller vom SBBZ Lernen sprach im Namen der Schulleiter-Kollegen. Er drückte seine Bewunderung für Teufels Talent aus, mit Verwaltung und Stadtrat umzugehen, dankte ihm für das Engagement, das über die Mauern des Ritter-von-Buß-Bildungszentrums hinaus reichte und überreichte ein Geschenk der Kollegen, das auf die weltlichen Genüsse wie Essen und Trinken ausgerichtet war. »Alles Gute für die Nachschulzeit!«, wünschte er im Namen der Rektoren der anderen Talschulen. Elternbeiratsvorsitzender Ewald Glatz bedankte sich für die konstruktive Zusammenarbeit. Er erinnerte vor allem an den gemeinsamen Kampf für eine neue Bushaltestelle und überreichte als Geschenk einen schwarzen Mini-Käfer. Musischer Abschied Als erstes hatten sich jedoch die Grundschulkinder von Rektor Teufel verabschieden dürfen. »Wir wünschen, dass das Leben das Beste für Sie noch bereithält«, hieß es aus dem Kindermund. Zum Abschied hatten sie einen flotten Tanz zum Lied »Ein Hoch auf uns« von Andreas Burani einstudiert. Und es gab noch mehr Musik für den bekennenden Rolling Stones-Fan. Der Lehrerchor sang eine textlich angepasste Version des Rolling Stones-Klassikers »Paint it black« – eine Anspielung auf Teufels schwarzes Käfer-Cabrio, ein »flexibles Lehrerensemble« gab zudem den Hit »Satisfaction« in einmaliger Besetzung zum Besten. Der Rocksong wurde mit E-Gitarre, Oboe, Blockflöte, Saxophon und Klavier neu interpretiert. Durch die gesamte Verabschiedungsfeier führte charmant Konrektorin Verena Roschach. Stationen des Lehrerlebens von Martin Teufel 1971: Abitur am Wirtschaftsgymnasium Offenburg 1971 bis 1975: PH Freiburg, Studium der Mathematik und Physik 1975 bis 1984: Referendar und Lehrer an der Grund- und Hauptschule Vöhringen 1984 bis 1988: Lehrer an der Grundschule Oberwolfach 1988 bis 2008: Lehrer an der Brandenkopfschule Oberharmersbach 2008 bis 2012: Rektor an der Ziegelwaldschule Gengenbach 2012 bis 2014: Abteilungsleiter der Werkrealschule im Schulverbund Gengenbach 2014 bis 2018: Rektor des Ritter-von-Buß-Bildungszentrums Zell a. H. Autorin: Susanne Vollrath, Schwarzwälder Post

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Es war ein festlicher Tag am Bildungszentrum Ritter von Buß: 51 Realschüler und 38 Werkrealschüler wurden von der Schule verabschiedet. Zwölf von ihnen erhielten für ihre besonderen Leistungen ein Lob oder einen Preis. Herausragend war dabei das Ergebnis von Realschülerin Caroline Fritsch, die das Traum­ergebnis 1,0 schaffte. Auch für Martin Teufel heißt es nun Abschied nehmen. Am Freitag war es seine letzte Abschlussfeier, die er als Rektor geleitet hat. Am Mittwoch wird er in einer Feierstunde offiziell in den Ruhestand verabschiedet. »Der Lehrerberuf hat mir immer Freude bereitet. Für mich war der Beruf Berufung«, stellte Rektor Teufel fest und wünschte gleichzeitig allen Abschlussschülern, dass auch sie auf ihrem weiteren Lebensweg ihre Berufung finden. Zum zweiten Mal fand die Abschlussfeier am Bildungszentrum in dem von Lehrerin Alina Mockenhaupt neu entwickelten Veranstaltungs­format statt. Die Ritter-von-Buß-Halle war festlich geschmückt. Im Mittelpunkt der Feier standen die Entlassschüler. Nach der offiziellen Feier und einem Luftspektakel sorgte das Zeller Cateringunternehmen Gastro-Menü Klaus Jilg für ein feines Büffet, bei dem die Schüler gemeinsam mit ihren Angehörigen den Abschluss ihrer Schulzeit feiern konnten. Gekommen waren auch zahlreiche Ehrengäste, allen voran die Bürgermeister Günter Pfundstein und Richard Weith, der langjährige Schulleiter Hans Spathelf, Stadt- und Ortschaftsräte sowie Vertreter von Kirchen und Wirtschaft. »Freitag der 13.« als gutes Omen Dass die Abschlussfeier in diesem Jahr an einem »Freitag der 13.« stattfand wertete Bürgermeister Günter Pfundstein als gutes Omen. Auch in Namen seiner Amtskollegen Daniela Paletta, Carsten Erhardt und Richard Weith überbrachte er die Glückwünsche des Schulträgers und zeigte sich überzeugt, dass den Schüler mit ihrem Abschluss alle Türen offen stehen. Statistiken hätten gezeigt, dass an einem »Freitag der 13.« mehr positive als schlecht Nachrichten verbreitet werden, was vielleicht auch daran liege, dass an diesem Tag die Menschen besonders vorsichtig seien. Den Schüler, aber riet er, dass sie aktiv, mit Mut und Risikobe­reitschaft ihre berufliche und schulische Zukunft anpacken. »Nicht nur reden sondern tun«, gab Bürgermeister Pfundstein den Schülern als Devise mit auf den Weg und dass sie ihrem Bauchgefühl folgen sollten, denn der Bauch sei manchmal das bessere Gehirn. Habe man sich einmal verlaufen und das Ziel nicht erreicht, solle man anhalten und die Richtung korrigieren. Bürgermeister Pfundstein: »Hört sich einfach an. Ist es auch.« Er zeigte sich sicher, dass den Schülern eine gute Zukunft bevorstehe. Alleine in Zell gebe es 4.000 Arbeitsplätze und Facharbeiter würden gesucht. Bei den Entlassschülern warb Günter Pfundstein für Gemeinschaftssinn und lenkte den Blick auf die Jugendgemeinderatswahlen, die im November bevorstehen. Jugendliche im Alter von 14 bis 21 Jahren mit Wohnsitz in Zell können sich aufstellen lassen. »Nur wer sich einbringt, kann mitreden«, betonte Bürgermeister Pfundstein. Sein Dank galt auch dem scheidenden Rektor Martin Teufel, der stets das Optimum für das Zeller Bildungszentrum im Blick gehabt habe. Am kommenden Mittwoch werde er in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet. Stolz auf das erreichte Ergebnis Stolz und zufrieden zeigte sich Rektor Martin Teufel mit den Leistungen der Abschlussschüler. Ein Fünftel von ihnen habe einem Notendurchschnitt zwischen 2,0 und 1,0 erreicht, alle Schüler haben ihren Abschluss geschafft. »Ihr seid überall willkommen«, rief Rektor Teufel den jungen Erwachsenen zu. Die Aussage »kein Abschluss ohne Anschluss« stimme immer noch, auch wenn es manches im System zu verbessern gäbe. Egal ob in einer Berufsausbildung, einem dualen Studium oder in einer weiterführenden Schule – Rektor Teufel wünschte allen Schülern »eine gute Zeit«. Im Namen der Elternschaft überbrachte Elternbeiratsvorsitzender Ewald Glatz die Glückwünsche. Unabhängig von den weiteren Plänen und Perspektiven solle jeder mit Hoffnung und Zuversicht sein Leben leben. »Jetzt übernehmt ihr die Verantwortung für euren eigenen Weg«, verabschiedete Ewald Glatz die Entlassschüler vom Bildungszentrum. Im Mittelpunkt der Feier stand dann die Übergabe der Abschlusszeugnisse. Jeder der Schülerinnen und Schüler wurde persönlich auf die Bühne gebeten. Vom gemeinsamen Schulleben geprägt waren dabei die Eigenarten, die von den Verantwortlichen Klassenlehrern und deren Stellvertreter der Zeugnisübergabe vorangestellt wurden. »Bleibt euch selber treu«, riet Klassenlehrer Stefan Alber. »Ready for take off«, rief Lehrerin Sabine Ben-Aissa, begleitet von Lehrer Gerhard Armbruster, »ihren 10ern« zu: »Fliegt hoch, weit, aber immer mit bedacht.« Lehrerinnen Elke Blachowski-Hanselmann nutzte den Vergleich mit Wetterphänomen, um ihre Schüler zu charakterisieren. Die Bandbreite reichte von Frost über tropische Hitze bis hin zu Windstille: »Aber meist lachte die Sonne«. Stolz zeigten sich die Lehrerin Corinna Krämer und Laura Appenzeller auf das erreichte Ergebnis ihrer Entlassschüler. Preisträger, Lob und Preise Als jahrgangsbeste Schülerin konnte in diesem Jahr Caroline Fritsch verabschiedet werden. Für ihre Traumnote 1,0 durfte sie aus den Händen von Rektor Martin Teufel die Ritter-von-Buß-Schulmedaille aus Feinsilber entgegennehmen. Auch der von der Sparkasse Haslach-Zell gestiftete Wirtschaftspreis, überreicht vom stellv. Regionalleiter Karl Gallus, ging für ihre herausragenden Leistungen an Caroline Fritsch. Melissa Rombach war mit einem Notendurchschnitt von 1,5, beste Werkrealschülerin. Sie erhielt den Preis des Förderkreises, der ihr von Konrektor Wolfgang Scharer überreicht wurde. Gleich zweimal konnte der Werkpreis der Firma Auer an die besten Technikschüler überreicht werden. Unternehmerin Helene Auer übergab diese persönlich an Mario Frede und Yannick Pfend. Lob und Preise gab es für folgende Schülerinnen und Schüler: R10a: Caroline Fritsch 1,0 Julia Oestreich 1,5 Melissa Quennet 1,7 Alina Arendt 1,9 Rebecca Armbruster 1,9 Laura-Beatrice Salrein 1,9 R10b: Antonia Welz 1,4 Stefanie Vetterer 1,6 Jasmina El Alaoui 1,7 Csaba Kereszturi 1,9 W9a: Melissa Rombach 1,5 Monika Kereszturi 1,9 Ein schwungvolles Rahmenprogramm Nicht zuletzt trugen die Schülerinnen und Schüler der 7. Klasse der Werkrealschule und der 9. Klasse der Realschule zum Gelingen der Schulentlassfeier bei. »Dies ist an unserem Bildungszentrum ein Generationenvertrag«, bedankte sich Rektor Martin Teufel. Als Moderatoren führten Angelina Schätzle und Jannik Lehmann gekonnt durch das Programm. Für musikalischen Schwung sorgten Lehrer Rainer Lietzmann und seine Schulband. »Es fühlt sich gut an«, sang Leadsänger Tom Lehmann im Hit »Achterbahn« und gab damit das Lebensgefühl der Entlassschüler wider. Mit einer Eigenkomposition beeindruckten Max Griesbaum, Niklas Hug und Matthias Schwarz auf ihrem Xylophon. Einen schönen Showtanz zeigten die Schülerinnen der Klassen W7 und R9, einstudiert von Angelina Schätzle und Alina Mockenhaupt. Mit dem Welthit »Wir sind groß« beschloss die Schulband stimmunsgvoll die Feierstunde. Draußen auf dem Schulhof ließen die Schülerinnen und Schüler dann Luftballons in den blauen Sommerhimmel steigen – mit ganz persönlichen Wünschen für ihren neuen Lebensabschnitt. Mögen alle in Erfüllung gehen.   Die Entlassschüler des Jahrgangs 2017/2018 am Bildungszentrum Ritter von Buß Werkrealschule Klasse 9 W9a: Bischler, Sophia, Eble Tobias, Fletschinger Benedikt, Funsch Niklas, Haueis Lukas, Huber Florian, Hug Celine, Kereszturi Monika, Langner Chiara, Latzel Matthias, Lehmann Markus, Lihs Janik, Rinken­auer Jana, Rombach Melissa, Schilli Lea, Schuler Levin, Schwendemann Katharina, Schwierz Hagen, Zimmermann Kai W9b: Ausdiebes Abdullah, Bohnert Robin, Burger Cécile, Echle Angelina, Frede Mario, Harter Niklas-Jason, Jung Eve-Marie, Kiesel Eva, Lehmann Nils, Lück Nathalie, Marx Eileen, Pfend Yannick, Plener Julia Veronika, Pross Leon, Seidler Lars, Stubert Niklas, Stubert Rene Patrick, Wasinger Sam, Weiß Andreas Realschule Klasse 10 R10a: Albers Riccado, Arendt Alina, Armbruster Rebecca, Baumann Lisa, Bitsch Anna-Lena, Boschert Nicolas, Fleischer Jessica, Fritsch Caroline, Graf Amely, Grießbaum Lara, Haalboom Fabian, Herdt Jessica, Kornmeier Yves, Lehmann Hanna, Merz Roman, Oestreich Julia, Quennet Melissa, Salrein Laura-Bea­trice, Schmider Christian, Seebacher Nico, Selinger Tom, Spitzmüller Maike, Streif Matthias, Wagner Evelin, Welle Milena, Zeferer Tamara R10b: Baumann Simon, El Alaoui Jasmina, Frei Lisa, Huber Timo, Itner Felix, Kereszturi Csaba, König Nadine, Kreismann Melanie, Kunner Johannes, Lehmann Tatjana, Lück Jonas, Otto Celine, Passenheim Steffen, Reimann Miriam Nura, Riehle Niclas, Rohmann Lucas, Rösch Jule, Schitz Alina, Schwendemann Tobias, Stöhr Felix, Terehin Melissa, Vetterer Stefanie, Weißer Vivian, Welz Antonia, Zimmermann Katrin Autor: Hanspeter Schwendemann, Schwarzwälder Post

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Fußball ist zurzeit wieder in aller Munde. Warum sich der »schönsten Nebensache der Welt« nicht mit musikalischen Mitteln nähern? Das hat sich die Fachschaft Musik des Zeller Bildungszentrums zum Anlass genommen, mit den Jungen und Mädchen der Grund-, Werkreal- und Realschule ein Programm zu erarbeiten, das die einzelnen Klassen am vergangenen Donnerstag im Kulturzentrum der Stadt präsentierten. Nach dem fast anderthalbstündigen Konzert gab es für die Schüler und ihre Lehrer einen Riesenapplaus und »Zugabe«-Rufe im vollbesetzten Saal und auf der Empore. Bevor Rektor Martin Teufel die Besucher begrüßte, hießen die beiden 1. Klassen mit einem lautstarken und mit Freude gesungenen »Seid ihr alle da?« Jung und Alt herzlich Willkommen. Dann ging es auf die Reise in die Länder, aus denen die teilnehmenden Fußballteams bei der WM meistens kommen. »Fahr mit uns durch die Welt« sangen die Jungen und Mädchen der 1a und schwenkten schwarz-rot-goldene Fähnlein und Flaggen anderer Nationen. Lehrerin Marlene Kühnhanss begleitete die singende Schar an der Gitarre. Gut »getimet« – sprich: vorbereitet und eingeübt – hatte die Klasse 1b ihren Tanz »Master of Time«, den sie schwungvoll aufs Bühnenparkett legte. Kraftvoll und präzise erklang aus den Schülerkehlen (2a) der »Fußball-Rap«, der alles bot, was sich so ums runde Leder dreht, immer wieder befeuert vom schrillen Pfiff aus einer Schiedsrichterpfeife. Die szenische Darstellung erhielt viel Beifall. Ein flotter Calypso-Sound untermalte den Song »Wir machen eine Reise«, mit dem die 2b geradewegs die Lust auf Urlaub und Abenteuer weckte. Wer wollte auch der fabelhaften Aufforderung »Du bist dabei« widerstehen? Ein literarisches Intermezzo… Fußballsport macht Spaß und ist völkerverbindend. Musikfachleiterin Annette Backeberg, die durch das Programm führte, betonte die positiven Aspekte, auch wenn die deutsche Elf beim WM-Spektakel nicht mehr mit von der Partie ist. Darauf folgte ein literarisches »Intermezzo« der Klasse 3b, die ein »Fußballgedicht« zum Besten gab. Humorvoll, aber auch mit kritischen Untertönen nahmen sich die Schülerinnen und Schüler diesem besonderen Sport und seinem vielschichtigen Umfeld an, gerade weil es um die »Emotionen von Millionen« geht und Geld und Konsum das »Sommermärchen« oft konterkarieren. Gleichwohl: »Fußball olé und Kopf hoch mit Blick auf 2022! Das bekräftigten die Mädchen und Jungen aus der 3b mit ihrem Lied »Im Stadion«. Keinen »Soccer-Gruß«, mit dem die Fans ihre »Helden« im Stadion anfeuern, aber dafür eine klasse Rhythmusperformance zeigten die Instrumentalisten der R6b mit »Strange Patterns«. Über einem anhaltenden Ton des E-Pianos erzeugten Xylofone, ein Klavier sowie Gitarren und Schlaginstrumente einen subtilen Sound, der entfernt an das legendäre »Tubular Bells« des britischen Musikers Mike Oldfield erinnerte. …und ein Fußballprojekt Auch die R6a bewegte sich mit »Rolling in the deep« in den Gefilden der Pop-Musik. Die Schülerinnen und Schüler hatten Adeles Welthit ein forsches Arrangement für ein Boomwhackers-Ensemble verpasst. Das rasante Zusammenspiel der bunten Klangstäbe war ein Augen- und Ohrenschmaus zugleich. Dass »musisch« nicht nur »musikalisch« meint, wurde beim Fußballprojekt der Klasse 4b deutlich. Im Foyer des KuVz wurden in Form einer kleinen Ausstellung Schaubilder und Schülertexte zum Thema präsentiert. Im großartigen Finale auf der Bühne im Saal sangen die Mädchen und Jungen des Grundschulchors aus Leibes­kräften »Wir stehen auf Fußball«. Die Pop-Hymne »(Ein Hoch) Auf uns« inszenierten sie als temperamentvollen Gruppentanz, bei dem sie auch das Publikum zum Mitmachen animierten. Viel Lob gab es abschließend von Rektor Martin Teufel. Unter dem Beifall des Publikums bedankte sich der Schulleiter bei allen Akteuren und Helfern, die zum Ge­lingen der Veranstaltung beigetragen hatten. Als Zeichen der Anerkennung überreichte er jeweils eine weiße Rose. Autor: Hansjörg Wörner, Schwarzwälder Post

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Schon die Begrüßung gestern war ausgesprochen heiter. Schulleiter Martin Teufel, der kommende Woche in den Ruhestand verabschiedet wird, hatte einen lockeren Gruß auf den Lippen: »Guten Morgen, liebe Schüler.« Diese antworteten mit einer Gegenbegrüßung und wünschten jedem Lehrer und Bürgermeister Günter Pfundstein ebenso einen guten Morgen. Das wiederum veranlasste Teufel zu der Feststellung: »Ihr seid nicht nur höfliche, sondern auch erfolgreiche Schüler.« Damit war die Brücke zu dem eigentlichen Termin gestern Morgen geschlagen. Das Zeller Ritter-von-Buß-Zentrum ist stolz darauf, dass 40 Schülerinnen und Schüler beim Europäischen Wettbewerb erfolgreich waren (siehe Kasten Zur Person). Er stand in Deutschland unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. Kreative Arbeiten Wie kreativ die Schüler der Zeller Bildungseinrichtung sind, zeigte sich an der Bandbreite der Arbeiten der Ortspreisträger. Eine der Aufgaben lautete »Schafft ein Denkmal«: Eine Gruppe widmete sich dem Toilettenpapier, eine andere waren mit Bundesadler und Europäischer Union politischer. Beim Thema »Burgen und Schlösser« zeichneten einige Schloss Neuschwanstein und die Wartburg. »Dort hängt die deutsche Urfahne in denFarben der Burschenschaft Schwarz, Rot und Gold«, erklärte Bürgermeister Günter Pfundstein. Der Reichsadler finde sich auch im Stadtwappen, weil Zell eine freie Reichsstadt war. Die Landespreisträger bestachen nicht nur durch Kreativität, sondern auch durch großes künsterlisches Geschick. So fertigte eine Gruppe quasi als Serie mehrere Motive der Zeller Stadtmauer an, vom Bau im Jahr 1330 bis zum heutigen Zustand, während die zweite Gruppe unter dem Thema »Vermiss-mein-nicht« in Schiebetechnik ein saniertes Schlosshotel von seiner schönen Seite (nach einem Krieg, farbig) und seiner schlechten Seite (vor dem Krieg, schwarz-weiß) gezeichnet hatten. Wer am Ende dieser in Lamellentechnik übereinander montierten Bilder vorsichtig zog, hatte entweder die farbenfrohe oder triste Variante vor sich. Die Zeller Schüler waren mit ihren Beiträgen ein Teil von 85 636 Schülerinnen und Schülern in Deutschland und 24 428 in Baden-Württemberg. Der Europäische Wettbewerb ist einer der ältesten Schülerwettbewerbe Europas, der älteste in Deutschland und begleitet die europäische Integration von Anfang an. »Europa ist wichtig« Pfundstein betonte, dass die Schüler wissen, wie wichtig Europa ist. »Nur wenn wir gut zusammenarbeiten, können wir etwas erreichen.« Das fange in einer Gemeinde wie Zell am Harmersbach an. Seit 65 Jahren setzen sich Schülerinnen und Schüler aller Altersstufen und Schulformen kreativ mit aktuellen europäischen Themen auseinander. Der Schülerwettbewerb entstand 1953 in Frankreich als Projekt der Europäischen Jugendkampagne mit Aufsätzen und richtet sich an alle Schüler, vom Erstklässler bis zum Abiturienten. Das sind die Preisträger: Das Zeller Ritter-von-Buß-Bildungszentrum Zell am Harmersbach freut sich über 40 erfolgreiche Schülerinnen und Schüler beim Europäischen Wettbewerb. Landespreise Klasse R 8a (Lehrerin Annette Backeberg): Max Börsig, Dominik Näger, Linus Willmann, Tim Wisser (alle Zell a. H.).Klasse R 9b (Lehrer Christian Schober): Jonas Lehmann, Tom Lehmann, Vincent Lehmann, Konstantin Witschel, Jasmina El Alaoui (alle Oberharmersbach/Lehrer Christian Schober). Ortspreise Klasse R 5a (Annette Backeberg): Marius Bruder (Nordrach), Maximilian Fiedler, Manuel Hermann, Maxim Klassen (alle Zell a. H.), Jule Bohnert (Biberach), Keescha Hausen, Franka Schmieder, Rosa Schilli (alle Zell a. H.).Klasse R 5b (Christian Schober): Jasmin Braun, Vesna Dukanovic (beide Zell), Rosalie Heinzmann, Leonie May, Philipp Berger (alle Oberharmersbach), Luca Beeh, Max Jörn Geiges, Jakob Mayer (Zell).Klasse W 5 (Christian Schober): Fiona Flechsig, Emelie Knäble, Felix Riehle (alle Zell), Janette Laier (Biberach).Klasse W 6 (Christian Schober): Sara Diluciano, Sophie Gomez (beide Zell), Julia Scwierz (Nordrach).Klasse R 7a (Annette Backeberg): Daria Andreev, Alina Gutmann, Yvonne Heide (alle Zell), Mara Heidenreich (Nordrach).Klasse R 8a (Annette Backeberg): Marina Lehmann (Oberharmersbach), Lana Sauerbrei, Evelin Sukowski, Laura Zimmermann (alle Zell).  Autor: Thomas Reizel, Offenburger Tageblatt

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Die Bildsteinpreise der Stadt Zell haben inzwischen ene lange Tradition. Hauptschüler des Bildungszentrums Zell werden dabei für Aufsätze gewürdigt, die sich  mit der Heimatgeschichte befassen.  Die Lehrer der 9. Klassen reichen ausgewählte heimatgeschichtliche Aufsätze bei der Bildstein-Jury ein. Diese setzt sich aus historisch interessierten Personen aus Zell und den Nachbarorten zusammen, die über die Hauptschule mit Zell verbunden sind. Die Jury-Mitglieder ermitteln die Preisträger. Der erste Preis geht in diesem Schuljahr an Nils Lehmann aus Oberharmersbach. Er beschreibt seinen elterlichen Hof, gemeinhin bekannt als »Hubdemushof«. Ihn reizte es, Näheres über die Geschichte seines Lebensumfeldes zu erfahren. Dazu befragte er seinen Vater und seinen Großvater. Er erinnert in seinem Aufsatz an die einstige Reutfeldwirtschaft, an den Anbau von Hanf, die Nutzung der Wintermonate für Drechslerarbeiten, das Spinnen der Schafwolle und die Beleuchtung der Stube mit dem Kienspan. Anschaulich werden die Etappen der Mechanisierung dargestellt. Zudem zeichnet er einen familiären Stammbaum auf. Jury-Mitglied Bertram Sandfuchs würdigte die Verdienste des Schülers. Er lobte, die Erstmaligkeit des Themas, war doch in den Hunderten von Bildstein-Ausätzen noch nie von diesem Hof die Rede. Der ungewöhnliche Name »Hubdemushof« setzte sich zusammen mit aus der Gewannbezeichnung »Hub« und »Niko-demus«,dem Vornamen eines zeitweiligen Besitzers.    Der zweite Preis geht an Eva Kiesel aus Nordrach. Sie hat ihren Aufsatz der örtlichen Narrenzunft gewidmet. Sie zeigt auf, wie die weit zurückliegende Glasherstellung in Nordrach-Kolonie zur Fasendfigur des Glashansele geführt hat.  Ausführlich beschreibt sie die Kleidungsstücke und Utensilien, welche den Glashansel ausmachen. Sie schildert, wo sie sich selbst schon bei der Erstellung eines Häs eingebracht hat. Schließlich erfährt der Leser etwas über den Verlauf und die Stimmung eines Narrentreffens im heimatlichen Ort.  Nordrachs ehemaliger Bürgermeister und Jury-Mitglied Herbert Vollmer freute sich über die Anerkennung für eine Schülerin aus seinem Ort. Eva sei in einer Familie aufgewachsen, welche die Fasend in Nordrach pflege. Diesen »Bazillus« habe sie von Kind aufgenommen und jetzt zum Thema ihres Aufsatzes gemacht. Sie gehöre inzwischen selbst zur Gruppe der Glashansel.  Bürgermeister Günter Pfundstein überreichte die Preise, die aus einer von den Schülern selbst ausgesuchten Uhr bestehen.  Es sei in diesem Jahr bereits die 42. Preisverleihung, erinnerte Pfundstein. Die Nachhaltigkeit zeige, dass der Stifter des Preises, Josef Bildstein, und seine ortsgeschichtlichen Berater eine Idee hatten, die sich bewährt habe.  Martin Teufel, Rektor des Bildungszentrums Zell, gratulierte den  Preisträgern. Sie seien ein Aushängeschild, womit die Schule glänzen können. Er dankte den beiden Lehrerinnen Elke Blachowski-Hanselmann und Laura Appenzeller, dass sie in den 9. Klassen der Hauptschule die Schüler ermutigen, ihr eigenes Lebensumfeld zum Thema eines Aufsatzes zu machen.  Hintergrund Bildsteinpreise Der Preis geht zurück auf Josef Bildstein. Er wurde am 9. Juni 1895 in Nordrach geboren. 1966 vermachte er der Stadt Zell seine Uhren- und Münzsammlung, die heute im Storchenturm-Museum bewundert werden kann. Im Gegenzug nahm ihn die Stadt in eine Alterswohnung des »Spitals« auf. Kurz vor seinem Tod am 27. Februar 1976 überließ Bildstein der Stadt den Erlös aus dem Verkauf seines Hauses in Nordrach und seine Ersparnisse, verbunden mit einem Wunsch: Damit sollten alle Jahre Abgänger der Hauptschule für herausragende Aufsätze zur Heimatgeschichte mit einer Uhr bedacht werden.                  Autor: Dieter Petri, Offenburger Tageblatt                                                                                                        

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