Auf Kurs zum Lernen 2.0

Anlässlich der Übergabe von Tablet-Schutzhüllen für die Schülerinnen und Schüler der Realschulklasse 7a im Bildungszentrum Ritter von Buß informierte sich der Vorsitzende des Fördervereins, Bernd Antes, über den Unterricht mit den neuen mobilen End­geräten. Rektorin Anne-Cathrin Medel bedankte sich für die finanzielle Unterstützung in Höhe von 800 Euro.

Nicht nur wegen Corona ist der so genannte Digitalpakt für Schulen in aller Munde. Moderner Unterricht muss die Möglichkeiten der neuen Technologien nutzen. Dass im Zeller Bildungszentrum schon vor sieben Jahren mit Infrastrukturmaßnahmen, wie beispielsweise Netzwerkverkabelung in den Schulgebäuden und die Umsetzung von WLAN begonnen wurde, war zukunftsweisend. Mittlerweile sind die Klassenzimmer mit elektronischen Wandtafeln (Smartboards) ausgestattet.
Ein weiterer Schritt erfolgt nun mit der Anschaffung von digitalen Arbeitsgeräten und mobilen Endgeräten. Als erste Realschulklasse erhielten die Mädchen und Jungen der R7a zu Beginn des Schuljahres Tablet-Computer – mit persönlicher E-Mail-Adresse und Passwort. Da die Tablets nicht nur im Unterricht eingesetzt, sondern auch für Hausaufgaben verwendet werden, bedarf es spezieller Schutzhüllen, um Beschädigungen zu vermeiden. Die Kosten dafür trägt der Förderverein des Bildungszentrums Ritter von Buß.
Der Vorsitzende Bernd Antes nahm die offizielle Übergabe zum Anlass, eine Unterrichtsstunde in der R7a zu besuchen. Im Beisein von Rektorin Medel und Klassenlehrerin Melanie Herp berichteten die Mädchen und Jungen von ihren ersten Erfahrungen mit dem Tablet. So lassen sich mit verschiedenen Apps, wie zum Beispiel Active Presenter selbstständig Erklärvideos erstellen. Im Sprachunterricht können Konversationen aufgezeichnet, wiedergegeben und  die Aussprache entsprechend korrigiert werden. Im Kunstunterricht besteht die Möglichkeit digitale Zeichnungen anzufertigen und auf vielfältige Weise zu bear­beiten.
Entscheidend ist ein gutes Unterrichtskonzept
Das Tablet sei kein Selbstzweck, sondern ein Hilfsmittel, betonte Rektorin Medel. Die Schülerinnen und Schüler arbeiten weiter mit Lehrbüchern und schreiben von Hand in die Schulhefte. Allerdings bleiben die Bücher zuhause. Das mache auch den Schulranzen leichter, bestätigten einige Schüler auf Nachfrage.
Entscheidend für einen guten Unterricht mit den mobilen Endgeräten ist immer das pädagogische Konzept, das die Richtlinien vorgibt. Nur dann führt es zu einem pädagogischen Mehrwert. Mit dem digitalen Notenbuch und interaktiven Arbeitsblättern allein ist es nicht getan. Technologie ist kein Ersatz für gut ausgebildete Lehrkräfte. Diese müssen auch die Eltern vom Gesamtkonzept überzeugen.
»Wir sind so zu sagen die Vermittler zwischen den Schülern, den Eltern und der Schulleitung«, beschreibt Projektleiterin Melanie Herp die Aufgabe. Zusammen mit ihrem Kollegen Jürgen Armbruster, der im Bildungszentrum für das Netzwerk und die Schulcomputer zuständig ist, wurde das Projekt über einen längeren Zeitraum vorbereitet, wobei die Elternschaft mit einbezogen war. Da gebe es einen stetigen Erfahrungsaustausch, erklärte Melanie Herp.
Lobende Worte für die Anstrengungen bei der Digitalisierung im Bildungszentrum fand auch Bernd Antes: Da passiere gerade ganz viel. Wichtig für den Vorsitzenden des Fördervereins ist darüber hinaus, dass die Schüler erfahren, wohin das Geld ihrer Eltern fließt. Denn viele Eltern sind Mitglieder im Verein und zahlen Beiträge.

Autor: Hansjörg Wörner, Schwarzwälder Post